27 Februar 2004
Jens Heisterkamps Bericht über die 'Expedition nach Basel'.
Auch Jens Heisterkamp hat in dem Reaktionsalltags-Blog der Info3 nun etwas über die Reaktiostour nach Basel und Dornach und den Abend mit Sebastian Gronbach geschrieben: "24. Februar - Während in Deutschland Fastnacht gefeiert wird, wiegt sich Basel an diesem Dienstag noch in heilig-nüchterner Ruhe. Jens Prochnow (...) hatte den Besuch initiiert..." Beitrag lesen!

Auch Jens Heisterkamp hat in dem Reaktionsalltags-Blog der Info3 nun etwas über die Reaktiostour nach Basel und Dornach und den Abend mit Sebastian Gronbach geschrieben: "24. Februar - Während in Deutschland Fastnacht gefeiert wird, wiegt sich Basel an diesem Dienstag noch in heilig-nüchterner Ruhe. Jens Prochnow (...) hatte den Besuch initiiert..." Beitrag lesen!

Beuys im Guggenheim-Museum.
Auf der Webpage des Guggenheim-Museums kann man sich eine Biographie zum Leben von Joseph Beuys durchlesen, sämtliche im Guggenheim präsenten Werke in verschiedenen Vergrösserungen anschauen und sich Erläuterungen der Kunsthistoriker Cornelia Lauf und Matthew Drutt dazu durchlesen. Da das Guggenheim Museum mit seiner Beuys-Retrospektive 1979 viel zum Weltrang von Joseph Beuys beigetragen hat, ist es besonders erfreulich, das dieses Museum nun auch seine Schätze mit der internationalen Web-Community teilt... Weiter möchte ich den Essay 'About Joseph Beuys' aus dem Blog Joseph Beuys' Hat des Künstlers John Levett empfehlen. Ein Blog zum Hut von Joseph Beuys, das ist ja genau das, was uns noch gefehlt hat.

Auf der Webpage des Guggenheim-Museums kann man sich eine Biographie zum Leben von Joseph Beuys durchlesen, sämtliche im Guggenheim präsenten Werke in verschiedenen Vergrösserungen anschauen und sich Erläuterungen der Kunsthistoriker Cornelia Lauf und Matthew Drutt dazu durchlesen. Da das Guggenheim Museum mit seiner Beuys-Retrospektive 1979 viel zum Weltrang von Joseph Beuys beigetragen hat, ist es besonders erfreulich, das dieses Museum nun auch seine Schätze mit der internationalen Web-Community teilt... Weiter möchte ich den Essay 'About Joseph Beuys' aus dem Blog Joseph Beuys' Hat des Künstlers John Levett empfehlen. Ein Blog zum Hut von Joseph Beuys, das ist ja genau das, was uns noch gefehlt hat.

taz: "Die anthroposophische Landwirtschaft finde ich inzwischen zu sektenhaft...".
Die Berliner Tagezeitung taz hat gestern die 37-jährige Stefanie Weiland porträtiert, die als ausgebildete Künstlerin und Fotografin nun Schafe hütet. Weiland berichtet dabei auch ausführlich über Stationen auf biologisch-dynamisch arbeitenden Bauernhöfen: "Zuerst dachte ich, dass die anthroposophische Landwirtschaft interessant wäre, ich las Rudolf Steiner und wollte in der Natur leben, habe auch Bilder über die Natur gemalt. Eine Bekannte brachte mich zur Marienhöhe bei Bad Saarow - ein Anthroposophenhof, auf dem 20 Leute leben und arbeiten..." Zum Artikel...

Die Berliner Tagezeitung taz hat gestern die 37-jährige Stefanie Weiland porträtiert, die als ausgebildete Künstlerin und Fotografin nun Schafe hütet. Weiland berichtet dabei auch ausführlich über Stationen auf biologisch-dynamisch arbeitenden Bauernhöfen: "Zuerst dachte ich, dass die anthroposophische Landwirtschaft interessant wäre, ich las Rudolf Steiner und wollte in der Natur leben, habe auch Bilder über die Natur gemalt. Eine Bekannte brachte mich zur Marienhöhe bei Bad Saarow - ein Anthroposophenhof, auf dem 20 Leute leben und arbeiten..." Zum Artikel...

Hamburger Abendblatt kündigt heute Forum zur Misteltherapie an.
Das Abendblatt berichtet in seinem heutigen Wissenschafts-Teil über die Veranstaltung mit dem Internisten Prof. Dr. Volker Fintelmann, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Rissen, heute Vorstand der Carl Gustav Carus Akademie - einer Fortbildungs- und Begegnungsstätte für ganzheitliche Medizin (www.carus-akademie.de). Auf der Mistel-Tagung für Aerzte wird es auch ein Patienten-Forum für Laien geben, auf dem Experten auf Fragen antworten. Die moderne Misteltherapie geht auf Dr. Wegman und Rudolf Steiner zurück.

Das Abendblatt berichtet in seinem heutigen Wissenschafts-Teil über die Veranstaltung mit dem Internisten Prof. Dr. Volker Fintelmann, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Rissen, heute Vorstand der Carl Gustav Carus Akademie - einer Fortbildungs- und Begegnungsstätte für ganzheitliche Medizin (www.carus-akademie.de). Auf der Mistel-Tagung für Aerzte wird es auch ein Patienten-Forum für Laien geben, auf dem Experten auf Fragen antworten. Die moderne Misteltherapie geht auf Dr. Wegman und Rudolf Steiner zurück.

WIE EIN ATMEN IM LICHTE. Konzert und Performance zu Wandtafelzeichnungen.
Am Sonntag, den 15. Februar gab es im Unternehmen Mitte ein grosses Highlight der Austellung 'Rudolf Steiner im Kaffeehaus': Die Veranstaltung 'Wie Ein Atmen Im Lichte' um 11 Uhr mit zeitgenössischer Musik und Eurythmie zu Wandtafelzeichnungen von Rudolf Steiner. Seit einiger Zeit vertonen zeigenössische Komponisten wie Frank Michael Beyer, Aurel Stroé oder Toshio Hosokawa Wandtafelzeichnungen im Auftrag des Rudolf Steiner Archivs und bei diesem Matinée bot sich die Gelegenheit, einiges aus dem musikalischen Portefeuille zum Erleben zu bringen.
In der Mitte des Programmblocks konnte man Eurythmie für die Wandtafel "Am Anfang war die Wärme" (Arbeitervortrag Dornach, 30. Juni 1924) sehen: Ausgehend von einem Gedicht über die Formverwandlungen Saturn - Sonne - Mond - Erde und die Elemente Feuer - Luft - Wasser - Erde von Vera Koppehel, das die Sprachgestalterin und Sängerin Ingrun Mandl aus Freiburg sprach und sang, führte Vera Koppehel die Eurythmie für die Steiner-Wandtafel auf.
Zum Abschluss des Programms führte der 1985 in Frankfurt am Main geborene Meistercellist Leonard Elschenbroich die Komposition essay 3 "steiner" von Prof. Luca Lombardi auf. Das Stück essay 3 "steiner" wurde unmittelbar zuvor am 27. Januar 2004 in Rom uraufgeführt.
Weiter sieht man auf dem Bild den Cellisten Marek Jerie (Basel) und den Akkordeonisten Oliver Räumelt (Weimar), die mit dem Oboisten Marco Bindelli (Stuttgart, nicht auf dem Bild) die anderen Programmblöcke bestritten hatten. Diese Veranstaltung war ein wahres Geschenk für die Teilnehmer, die knisternde, konzentrierte Spannung übertrug sich schnell auf die Zuschauer und - hörer und vermittelte ein eindrückliches Erlebis zwischen zeigenössischer Musik, Kunst und Eurythmie, den Steiner-Tafeln und der Atmosphäre des Kaffeehauses.
Am Sonntag, den 15. Februar gab es im Unternehmen Mitte ein grosses Highlight der Austellung 'Rudolf Steiner im Kaffeehaus': Die Veranstaltung 'Wie Ein Atmen Im Lichte' um 11 Uhr mit zeitgenössischer Musik und Eurythmie zu Wandtafelzeichnungen von Rudolf Steiner. Seit einiger Zeit vertonen zeigenössische Komponisten wie Frank Michael Beyer, Aurel Stroé oder Toshio Hosokawa Wandtafelzeichnungen im Auftrag des Rudolf Steiner Archivs und bei diesem Matinée bot sich die Gelegenheit, einiges aus dem musikalischen Portefeuille zum Erleben zu bringen.
In der Mitte des Programmblocks konnte man Eurythmie für die Wandtafel "Am Anfang war die Wärme" (Arbeitervortrag Dornach, 30. Juni 1924) sehen: Ausgehend von einem Gedicht über die Formverwandlungen Saturn - Sonne - Mond - Erde und die Elemente Feuer - Luft - Wasser - Erde von Vera Koppehel, das die Sprachgestalterin und Sängerin Ingrun Mandl aus Freiburg sprach und sang, führte Vera Koppehel die Eurythmie für die Steiner-Wandtafel auf.
Zum Abschluss des Programms führte der 1985 in Frankfurt am Main geborene Meistercellist Leonard Elschenbroich die Komposition essay 3 "steiner" von Prof. Luca Lombardi auf. Das Stück essay 3 "steiner" wurde unmittelbar zuvor am 27. Januar 2004 in Rom uraufgeführt.
Weiter sieht man auf dem Bild den Cellisten Marek Jerie (Basel) und den Akkordeonisten Oliver Räumelt (Weimar), die mit dem Oboisten Marco Bindelli (Stuttgart, nicht auf dem Bild) die anderen Programmblöcke bestritten hatten. Diese Veranstaltung war ein wahres Geschenk für die Teilnehmer, die knisternde, konzentrierte Spannung übertrug sich schnell auf die Zuschauer und - hörer und vermittelte ein eindrückliches Erlebis zwischen zeigenössischer Musik, Kunst und Eurythmie, den Steiner-Tafeln und der Atmosphäre des Kaffeehauses.
Berliner Literaturkritik: "Erklärungsfordernde Spannung".
Martin Lambecks Buch "Irrt die Physik? Über alternative Medizin und Esoterik" wurde gestern in der 'Berliner Literaturkritik' besprochen - dabei ging es der Rezensentin Monika Thees auch um die Anthroposophie: "Die anthroposophisch erweiterte Heilkunst nach Rudolf Steiner behandelt "gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis". Ihrer Arzneimittelwahl und -herstellung liegt eine "spirituelle Kosmologie" mit Aussagen zugrunde, die der modernen Chemie, Physik und naturwissenschaftlich orientierten (Schul-) Medizin widersprechen." Gegen Ende ihres Artikels fährt Thees fort: "In der Wissenschaftsgeschichte gab es bekanntermaßen viele Überraschungen, die wichtigsten physikalischen Größen des 20. Jahrhunderts (Planck'sche Konstante, Kernspaltung) wurden auf einem "Nebenschauplatz" gefunden. Wir können also gespannt sein. Vielleicht erweist sich die Homöopathie (oder andere alternative Verfahren) als Protowissenschaft des 21. Jahrhunderts. Denn, so schließt Martin Lambeck in Anlehnung an ein Brecht-Zitat: "So wie die Physik ist / Muss die Physik nicht bleiben / Sie anzutreiben / Forscht, bis ihr wisst!" Schon Karl Ballmer bezeichnetze in seinem Essay "Deutsche Physik - von einem Schweizer" die moderne Physik in seinen "Konstruktionen in reinen Symbolen" als Kitsch.

Martin Lambecks Buch "Irrt die Physik? Über alternative Medizin und Esoterik" wurde gestern in der 'Berliner Literaturkritik' besprochen - dabei ging es der Rezensentin Monika Thees auch um die Anthroposophie: "Die anthroposophisch erweiterte Heilkunst nach Rudolf Steiner behandelt "gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis". Ihrer Arzneimittelwahl und -herstellung liegt eine "spirituelle Kosmologie" mit Aussagen zugrunde, die der modernen Chemie, Physik und naturwissenschaftlich orientierten (Schul-) Medizin widersprechen." Gegen Ende ihres Artikels fährt Thees fort: "In der Wissenschaftsgeschichte gab es bekanntermaßen viele Überraschungen, die wichtigsten physikalischen Größen des 20. Jahrhunderts (Planck'sche Konstante, Kernspaltung) wurden auf einem "Nebenschauplatz" gefunden. Wir können also gespannt sein. Vielleicht erweist sich die Homöopathie (oder andere alternative Verfahren) als Protowissenschaft des 21. Jahrhunderts. Denn, so schließt Martin Lambeck in Anlehnung an ein Brecht-Zitat: "So wie die Physik ist / Muss die Physik nicht bleiben / Sie anzutreiben / Forscht, bis ihr wisst!" Schon Karl Ballmer bezeichnetze in seinem Essay "Deutsche Physik - von einem Schweizer" die moderne Physik in seinen "Konstruktionen in reinen Symbolen" als Kitsch.

26 Februar 2004
'Prochnow und Gast': Bericht vom Talk mit Sebastian Gronbach.
Wibke Reinstein aus Karlsruhe hat einen ausfürlichen Bericht über Ihre Erlebnisse beim Talk mit Sebastian Gronbach am Dienstag verfasst und auf der RSL publiziert - ich gebe ihn hier gerne leicht gekürzt wieder. Die Fotos vom Abend stammen wieder einmal von Daniel Häni.
Zunächst war ich erfreut über die Gastfreundlichkeit eines Schweizer Hotelportiers, der zu mir zum Auto kam und mir den Weg zum Barfüßlerplatz wies, so dass ich das Auto ins Parkhaus stellte. War ja jahrelang nicht mehr in Basel gewesen und hatte aber doch eine gar nicht so schlechte Intuition, mich zurecht zu finden. Von dort, wo ich herkam, ging ich erst an dem sehr bescheidenen Eingang des 'Unternehmen Mitte' vorbei, zurück, und betrat dieses. Außer einem schmalen Treppenhaus mit vielen Briefkästen, die auf die verschiedenen Bereiche des Unternehmens hinwiesen, fand ich dort aber nichts und dachte bei mir: Das muss ja wohl noch woanders sein.
Ich ging raus und ein paar Meter weiter eröffnete sich die ganze Pracht des Cafés mit den beiden Vorräumen und dem eigentlichen großzügigen Hauptraum. Das Café war gut besetzt und ich schritt es einmal ab, bahnte mir meinen Weg durch die leger verteilte Menge und gelangte auch zum Neben- oder Hinterraum des Kuratoriums.
Von dort kam mir Alexander Höhne entgegen, der große Norde, der schon seit ein paar Jahren in der Schweiz wohnt und dort eifrig tätig ist. Er begrüßte mich in Schweizer Manier mit drei Küsschen auf die Wangen rechts und links. Mich amüsiert das immer etwas - gerade wenn ein zugezogener Mann, ein Hühne aus dem Norden, diese Gewohnheit annimmt. Aber ich kannte es von ihm.
Ich hatte ihn vor rund sieben Jahren durch Daniel Häni kennen gelernt, der ein mutiger Unternehmer in der 'Mitte' ist. Daniel selbst kenne ich von Achberg her vor eben so vielen Jahren. Ich war damals beeindruckt, dass es einen Menschen gibt, der echt etwa so jung ist wie ich und bei dem Anthroposophie so mutig mitten im Leben steht, wie es mir wichtig ist. Daniel lud mich damals nach Basel ein und machte mich mit Alexander bekannt, der in einer Hinsicht ähnliche Erlebnisse bezüglich der Anthroposophie hat, wie ich und darum auch im Schnellverfahren ganz viel von ihr aufgenommen hat und aufnehmen musste.
Im Laufe des Abends war es für mich auch interessant zu bemerken, wie unterschiedlich intensiv oder revolutionär meine neuen und alten Bekannten Anthroposophie in die Welt bringen. Im Kuratorium - von dem ich später erst erfuhr, dass das so heißt - erblickte ich eine Gestalt, die den Fotos nach, die ich kenne, Jens Prochnow sein musste - mit Claire Niggli im Gespräch. Claire hatte ich auch damals durch Daniel kennen gelernt als eine auffallende, intelligente, warmherzige Frau um die - oje, wenn ich mal nix Falsches sage, sie möge mir verzeihen - 60 vielleicht.
Ich ging kurzerhand auf Jens zu stellte mich ihm vor. Da wurde ich auch schon fast überrascht von einer anderen Hand, die sich mir entgegenstreckte: Sebastian Gronbach. 'Gleich wiedererkannt', meinte er. Mich kennt man ja auch von einem Bild. Dann begrüßte ich noch Claire, die sich gleich mit heller Freude an meinen Artikel in der Info3 über Sexualität und Spiritualität erinnerte und sich überschwemmend dafür bedankte. Sie fragte mich, ob ich Daniel schon gesehen hätte. Ich verneinte und wurde von ihr aufmerksam gemacht, wo er sitzt. Ich war bei meiner anfänglichen Runde durchs Café an ihm vorbei gegangen! Ich ging zu ihm hin, setzte mich auf das leere (spätere Interview-) Sofa vor ihn und wurde trocken aber nicht unherzlich mit einem Handschlag von ihm begrüßt. Viel mehr wurde zwischen uns gar nicht ausgetauscht.
Bis zum Interview trollte ich mich dann noch hier und da entlang der Wandtafelzeichnungen herum und schwankte sehr angenehm zwischen tiefster Einkehr angesichts ihrer Inhalte und wohliger Bodenständigkeit durch die Gegenwart der Café-Gäste. Später sagte mir irgend jemand, dass es Menschen gibt, die das als Sakrileg empfinden, dass die Wandtafelzeichnungen hier aufgehängt wurden... - also: das empfindet jeder anders. Und ich finds sehr gut.
An eine Säule gelehnt, betrachtete ich das Treiben zur Vorbereitung des Interviews. Zurechtstellen des Sofas und Tisches, Aufstellen der Kamera, Prüfen der Mikrofone... Plötzlich kam Sebastian auf mich zu und stellt mir Felix Hau vor. Auch hier war ich überrascht, einem kräftigen Hünen mit einem netten breiten Lächeln gegenüber zu stehen. Er zog mich mit zu einem Tisch, an dem sich die Liste traf. Hinzu gesellten sich Liss Gehlen von der Info3, Jens Heisterkamp - - und Sven Baumann. Und dann begann das Interview.
Im Hintergrund wurde an manchen Ecken eifrig weiter geplaudert ohne Beachtung des Interviews. Die Mikrofone ließen diese Stimmen übertönen. Für mich als ausgebildete Sprachgestalterin und Hörerin der Stimmen interessant war allein schon die Tatsache, endlich die beiden zu hören und wahrzunehmen in ihrem Zusammenklang von Denken, Interesse, Aktions- und Reaktionsfähigkeit, Stimme und Gestik. OK - Begegnung ist eine Kunst und am ehesten möglich in trauter Zweisamkeit, insofern ist diese nur bedingt und begrenzt möglich, wie Sebastian im Interview und nachträglich feststellte, bei einem solchen Interview.
Mir kam aber auch wieder die Frage: Was ist Begegnung? Wollen wir feststellen, wer der andere ist? Wollen wir ein befruchtendes Gespräch haben, aus dem neue Aktionen hervorgehen, die nur diesen beiden Menschen - oder auch Zuhörern und Beteiligten - entspringen können? Stellt man die Fragen im Interview aus dem selbst bestimmten Verantwortungsgefühl für die Zuhörer heraus? Stellt man sie für sich, weil es einen interessiert oder weil es die Zuhörer interessieren könnte? Dabei ergibt sich auch die Frage: Was weiß ich denn schon vom anderen, was die Zuhörer noch nicht wissen und was ich vielleicht erst erfragen muss, um es den Zuhörern nahe zu legen. So hat Jens z.B. Sebastian befragt nach seiner 'Firma für Anthroposophie', von der er manches mehr schon weiß als die Zuhörer. Ehrlich, tiefsinnig, verantwortungsvoll, witzig, lebensnah und greifbar konnten wir dann Sebastian erleben. Er stellte einfach alles so natürlich aus seinem Leben dar, wie es eben gerade ist - dadurch wurde Anthroposophie durch diesen einen Menschen deutlich. Man merkt, wenn da einer wahrhaftig die geistige Welt auf seine Weise in das Leben integriert und das Wachsein im Leben übt. Mir gefiel auch, dass Sebastian darauf aufmerksam machte, dass wir viele Dinge, die es manchen alteingesessenen Anthroposophen zufolge nur in der Anthroposophie gibt, doch schon auch woanders antreffen - wie z.B. in einem Comic von Spiderman.
Die Menschen, die angeblich nicht mit Anthroposophie zu tun haben, sprechen die Sprache des Geisteslebens genau so dürftig, unvollkommen und suchend wie die Anthroposophen, aber genauso überzeugt davon, dass es hier und da etwas gibt im Leben, das mehr ist, als viele ahnen. Und so ist es nicht weit dahin, zu betonen, dass sich moderne Anthroposophen auch im Internet treffen und zusammentun und kennen lernen - Internet als ein Medium, das wiederum viele Anthroposophen abtun würden. Dabei amüsieren wir uns doch: Akzeptieren meist die Begrenztheit und Einschränkung des Internet, machen uns meist keine Illusionen darüber, was hier falsch laufen kann und auch mitunter falsch läuft, gell? - und stellen doch bei einem wahren Treffen dann erst viel mehr noch fest als uns das Treffen übers Netz verraten konnte. Das heißt aber nur, Schwächen anzuerkennen und damit umzugehen: sollte jedem echten Anthroposophen locker möglich sein, wenn er nicht nur zum Schein durch die Anthroposophie tatkräftiger sein will...
Für mich auch immer eine Frage ist: Wer bist Du? Bist Du einer, der am Anfang des Jahrhunderts da war? Kann ich das erkennen? Kommst Du aus der Michaelschule oder woher? Bist Du einer jener Wegbereiter für die, die da kommen wollen? Welche Impulse bringst Du mit? Wie äußert sich das in Deinem Auftreten, Vorgehen und Deinen Prioritäten? Ich war wirklich mehrere Jahre nicht mit Menschen zusammen, die sich mit Anthroposophie beschäftigen. Und die alten Hasen haben mich auch wirklich angeäzt. Aber so... Da habe ich wieder das Leben gespürt, das echte Leben... und fühlte mich wie in Abrahams Schoß. So war es schön, mal wieder hinein zu gehen und mich zu fragen und zu beobachten, welche Kräfte da in wem zum Vorschein kommen: wie die Schwerpunkte sind bei meinen 'Kollegen' in dem, wahrhaftig zu sein mit der Anthroposophie und das Geistige wirklich zu leben; zu betrachten, wer womit Mut zeigt und wer damit wie auftritt - aber auch zu betrachten, was noch im Wachsen und im Entstehen ist und vielleicht bald oder erst in ein paar Jahren noch enger zusammen finden wird... Ich finde das außerordentlich spannend und beobachte es mit viel innerer Erregung und Freude.
In mir klingt noch nach die Frage nach dem: Wer bist Du?
Ist ja nicht so wichtig, aber mir war innerhalb des Interviews etwas an Sebastian aufgefallen, wo mir wie Schuppen von den Augen fielen. Ich versuche ja seit Jahren den Menschen plausibel zu machen, wie sie das Geistige leben können und dementsprechend auch anders mit ihren Mitmenschen umgehen könn(t)en, indem sie das Geistige im Anderen als Voraussetzung nehmen. Noch konkreter ist dies eine Fähigkeit, die man nur dann vollziehen und nachvollziehen kann, wenn man in der Lage ist, sich selber zu erkennen, sich selber von außen zu betrachten und nicht in irgendwelchen biographischen Sackgassen oder Hürden stecken bleibt. Man kann sich dann öffnen für sein Gegenüber und ihn unvoreingenommen betrachten und nach dem ebensolchen Höheren im Anderen lauschen.
Dieses Außer-sich-Sein ist aber auch ein Phänomen, das Frauen mehr anhaftet als Männern, da sie nicht so tief in sich inkarniert sind. Insofern ist auch hier zu entdecken, in welcher Weise die Einheit geschaffen werden muss: Man geht aus sich raus im Gespräch: wirklich verlässt seinen Leib und kann eigentlich nur dann das Gespräch weiter führen, wenn man wieder ganz inkarniert und alles wieder ergreift: alle Seelenregungen: Denken, Fühlen und Wollen. Und dieses ständige Schaukeln zwischen Ganzraus und Ganzrein ist die hohe Kunst. Ich nenne diese Fähigkeit im folgenden Satz: Gegenwärtigkeitsphänomen.
Als ich mit der Anthroposophie begann, deckte ich in der Persönlichkeit Rudolf Steiners auf, dass der Nachklang seiner Schriften dieses Gegenwärtigkeitsphänomen tatsächlich erschwert. D.h. die vielen guten Texte und Inhalte, auch zum Teil sein Stil erschweren genau das, wozu mit den Texten aufgefordert und hingeleitet werden möchte.
Ich hatte es sogar aber inhaltlich manifestiert gefunden in einer Sequenz, wo Rudolf Steiner den Menschen beschreibt und ich entdecken musste, dass er nur den Mann, nicht aber auch die Frau - und damit wirklich den ganzen Menschen - beschreibt... Und ich habe dafür die Verantwortung übernommen, dass dieser 'Fehler' zustande kam... weil ich ihn entdeckt habe.
Zurück zu Sebastian oder auch Jens Prochnow. Wenn ich danach frage, wer bist Du und die Liste durchgehe nach den Fragen, ob Du einer bist, der das ist, wovon die Vorträge Rudolf Steiners erzählen: einer, der am Anfang des vorigen Jahrhunderts da war, ein Michaelschüler etc. - dann beobachte ich erst mal, dass die Antwort auf diese Fragen in den Hintergrund rückt. Was sich aber in den Vordergrund schiebt, ist die erholsame Beobachtung des Gegenwärtigkeitsphänomens: Wo ich bei anderen Menschen kämpfen muss, dass sie aus sich heraus kommen können, sich selbstkritisch im Sekundenschlag beobachten können und / oder auch wieder tief und gegliedert genug in sich hinein gehen - da kommt es mir hier einfach entgegen! Das fiel mir an Sebastian auf im Interview.
Und weil ich dieses Phänomen beobachten konnte, war es mit ein Grund, weswegen ich mich so wohl fühlen konnte bei dem Interview und dem Listentreffen und dem, was da im Hintergrund und Untergrund und Übergrund schwelte...
Dieses Gegenwärtigkeitsphänomen ist es, was uns zu Kollegen macht im Anthroposophischen. Da tritt echt die Frage in den Hintergrund: wer bist Du?, sondern nur wesentlich ist, dass dieses Gegenwärtigkeitsphänomen da ist und dann einfach spannend, was alles zusammen kommt bei diesem Gegenwärtigkeitsphänomen an Zukunftsarbeit...
Unser Zusammensitzen im Café nach dem Interview mit allen Beteiligten war für mich etwas Besonderes und das kleine Restzusammensein in der Kneipe [Grenzwert] ein netter Ausklang. Ich habe das Gefühl, die Zeit ist viel zu knapp, die Fragen viel zu wenig, die Kräfte noch nicht alle da - aber schon sehr viele. Und so kann ich nur sagen: Grad heraus weiter so - wir kriegen das schon hin. Das wollte ich berichten.
Wibke Reinstein aus Karlsruhe hat einen ausfürlichen Bericht über Ihre Erlebnisse beim Talk mit Sebastian Gronbach am Dienstag verfasst und auf der RSL publiziert - ich gebe ihn hier gerne leicht gekürzt wieder. Die Fotos vom Abend stammen wieder einmal von Daniel Häni.
Zunächst war ich erfreut über die Gastfreundlichkeit eines Schweizer Hotelportiers, der zu mir zum Auto kam und mir den Weg zum Barfüßlerplatz wies, so dass ich das Auto ins Parkhaus stellte. War ja jahrelang nicht mehr in Basel gewesen und hatte aber doch eine gar nicht so schlechte Intuition, mich zurecht zu finden. Von dort, wo ich herkam, ging ich erst an dem sehr bescheidenen Eingang des 'Unternehmen Mitte' vorbei, zurück, und betrat dieses. Außer einem schmalen Treppenhaus mit vielen Briefkästen, die auf die verschiedenen Bereiche des Unternehmens hinwiesen, fand ich dort aber nichts und dachte bei mir: Das muss ja wohl noch woanders sein.
Ich ging raus und ein paar Meter weiter eröffnete sich die ganze Pracht des Cafés mit den beiden Vorräumen und dem eigentlichen großzügigen Hauptraum. Das Café war gut besetzt und ich schritt es einmal ab, bahnte mir meinen Weg durch die leger verteilte Menge und gelangte auch zum Neben- oder Hinterraum des Kuratoriums.
Von dort kam mir Alexander Höhne entgegen, der große Norde, der schon seit ein paar Jahren in der Schweiz wohnt und dort eifrig tätig ist. Er begrüßte mich in Schweizer Manier mit drei Küsschen auf die Wangen rechts und links. Mich amüsiert das immer etwas - gerade wenn ein zugezogener Mann, ein Hühne aus dem Norden, diese Gewohnheit annimmt. Aber ich kannte es von ihm.
Ich hatte ihn vor rund sieben Jahren durch Daniel Häni kennen gelernt, der ein mutiger Unternehmer in der 'Mitte' ist. Daniel selbst kenne ich von Achberg her vor eben so vielen Jahren. Ich war damals beeindruckt, dass es einen Menschen gibt, der echt etwa so jung ist wie ich und bei dem Anthroposophie so mutig mitten im Leben steht, wie es mir wichtig ist. Daniel lud mich damals nach Basel ein und machte mich mit Alexander bekannt, der in einer Hinsicht ähnliche Erlebnisse bezüglich der Anthroposophie hat, wie ich und darum auch im Schnellverfahren ganz viel von ihr aufgenommen hat und aufnehmen musste.
Im Laufe des Abends war es für mich auch interessant zu bemerken, wie unterschiedlich intensiv oder revolutionär meine neuen und alten Bekannten Anthroposophie in die Welt bringen. Im Kuratorium - von dem ich später erst erfuhr, dass das so heißt - erblickte ich eine Gestalt, die den Fotos nach, die ich kenne, Jens Prochnow sein musste - mit Claire Niggli im Gespräch. Claire hatte ich auch damals durch Daniel kennen gelernt als eine auffallende, intelligente, warmherzige Frau um die - oje, wenn ich mal nix Falsches sage, sie möge mir verzeihen - 60 vielleicht.
Ich ging kurzerhand auf Jens zu stellte mich ihm vor. Da wurde ich auch schon fast überrascht von einer anderen Hand, die sich mir entgegenstreckte: Sebastian Gronbach. 'Gleich wiedererkannt', meinte er. Mich kennt man ja auch von einem Bild. Dann begrüßte ich noch Claire, die sich gleich mit heller Freude an meinen Artikel in der Info3 über Sexualität und Spiritualität erinnerte und sich überschwemmend dafür bedankte. Sie fragte mich, ob ich Daniel schon gesehen hätte. Ich verneinte und wurde von ihr aufmerksam gemacht, wo er sitzt. Ich war bei meiner anfänglichen Runde durchs Café an ihm vorbei gegangen! Ich ging zu ihm hin, setzte mich auf das leere (spätere Interview-) Sofa vor ihn und wurde trocken aber nicht unherzlich mit einem Handschlag von ihm begrüßt. Viel mehr wurde zwischen uns gar nicht ausgetauscht.
Bis zum Interview trollte ich mich dann noch hier und da entlang der Wandtafelzeichnungen herum und schwankte sehr angenehm zwischen tiefster Einkehr angesichts ihrer Inhalte und wohliger Bodenständigkeit durch die Gegenwart der Café-Gäste. Später sagte mir irgend jemand, dass es Menschen gibt, die das als Sakrileg empfinden, dass die Wandtafelzeichnungen hier aufgehängt wurden... - also: das empfindet jeder anders. Und ich finds sehr gut.
An eine Säule gelehnt, betrachtete ich das Treiben zur Vorbereitung des Interviews. Zurechtstellen des Sofas und Tisches, Aufstellen der Kamera, Prüfen der Mikrofone... Plötzlich kam Sebastian auf mich zu und stellt mir Felix Hau vor. Auch hier war ich überrascht, einem kräftigen Hünen mit einem netten breiten Lächeln gegenüber zu stehen. Er zog mich mit zu einem Tisch, an dem sich die Liste traf. Hinzu gesellten sich Liss Gehlen von der Info3, Jens Heisterkamp - - und Sven Baumann. Und dann begann das Interview.
Im Hintergrund wurde an manchen Ecken eifrig weiter geplaudert ohne Beachtung des Interviews. Die Mikrofone ließen diese Stimmen übertönen. Für mich als ausgebildete Sprachgestalterin und Hörerin der Stimmen interessant war allein schon die Tatsache, endlich die beiden zu hören und wahrzunehmen in ihrem Zusammenklang von Denken, Interesse, Aktions- und Reaktionsfähigkeit, Stimme und Gestik. OK - Begegnung ist eine Kunst und am ehesten möglich in trauter Zweisamkeit, insofern ist diese nur bedingt und begrenzt möglich, wie Sebastian im Interview und nachträglich feststellte, bei einem solchen Interview.
Mir kam aber auch wieder die Frage: Was ist Begegnung? Wollen wir feststellen, wer der andere ist? Wollen wir ein befruchtendes Gespräch haben, aus dem neue Aktionen hervorgehen, die nur diesen beiden Menschen - oder auch Zuhörern und Beteiligten - entspringen können? Stellt man die Fragen im Interview aus dem selbst bestimmten Verantwortungsgefühl für die Zuhörer heraus? Stellt man sie für sich, weil es einen interessiert oder weil es die Zuhörer interessieren könnte? Dabei ergibt sich auch die Frage: Was weiß ich denn schon vom anderen, was die Zuhörer noch nicht wissen und was ich vielleicht erst erfragen muss, um es den Zuhörern nahe zu legen. So hat Jens z.B. Sebastian befragt nach seiner 'Firma für Anthroposophie', von der er manches mehr schon weiß als die Zuhörer. Ehrlich, tiefsinnig, verantwortungsvoll, witzig, lebensnah und greifbar konnten wir dann Sebastian erleben. Er stellte einfach alles so natürlich aus seinem Leben dar, wie es eben gerade ist - dadurch wurde Anthroposophie durch diesen einen Menschen deutlich. Man merkt, wenn da einer wahrhaftig die geistige Welt auf seine Weise in das Leben integriert und das Wachsein im Leben übt. Mir gefiel auch, dass Sebastian darauf aufmerksam machte, dass wir viele Dinge, die es manchen alteingesessenen Anthroposophen zufolge nur in der Anthroposophie gibt, doch schon auch woanders antreffen - wie z.B. in einem Comic von Spiderman.
Die Menschen, die angeblich nicht mit Anthroposophie zu tun haben, sprechen die Sprache des Geisteslebens genau so dürftig, unvollkommen und suchend wie die Anthroposophen, aber genauso überzeugt davon, dass es hier und da etwas gibt im Leben, das mehr ist, als viele ahnen. Und so ist es nicht weit dahin, zu betonen, dass sich moderne Anthroposophen auch im Internet treffen und zusammentun und kennen lernen - Internet als ein Medium, das wiederum viele Anthroposophen abtun würden. Dabei amüsieren wir uns doch: Akzeptieren meist die Begrenztheit und Einschränkung des Internet, machen uns meist keine Illusionen darüber, was hier falsch laufen kann und auch mitunter falsch läuft, gell? - und stellen doch bei einem wahren Treffen dann erst viel mehr noch fest als uns das Treffen übers Netz verraten konnte. Das heißt aber nur, Schwächen anzuerkennen und damit umzugehen: sollte jedem echten Anthroposophen locker möglich sein, wenn er nicht nur zum Schein durch die Anthroposophie tatkräftiger sein will...
Für mich auch immer eine Frage ist: Wer bist Du? Bist Du einer, der am Anfang des Jahrhunderts da war? Kann ich das erkennen? Kommst Du aus der Michaelschule oder woher? Bist Du einer jener Wegbereiter für die, die da kommen wollen? Welche Impulse bringst Du mit? Wie äußert sich das in Deinem Auftreten, Vorgehen und Deinen Prioritäten? Ich war wirklich mehrere Jahre nicht mit Menschen zusammen, die sich mit Anthroposophie beschäftigen. Und die alten Hasen haben mich auch wirklich angeäzt. Aber so... Da habe ich wieder das Leben gespürt, das echte Leben... und fühlte mich wie in Abrahams Schoß. So war es schön, mal wieder hinein zu gehen und mich zu fragen und zu beobachten, welche Kräfte da in wem zum Vorschein kommen: wie die Schwerpunkte sind bei meinen 'Kollegen' in dem, wahrhaftig zu sein mit der Anthroposophie und das Geistige wirklich zu leben; zu betrachten, wer womit Mut zeigt und wer damit wie auftritt - aber auch zu betrachten, was noch im Wachsen und im Entstehen ist und vielleicht bald oder erst in ein paar Jahren noch enger zusammen finden wird... Ich finde das außerordentlich spannend und beobachte es mit viel innerer Erregung und Freude.
In mir klingt noch nach die Frage nach dem: Wer bist Du?
Ist ja nicht so wichtig, aber mir war innerhalb des Interviews etwas an Sebastian aufgefallen, wo mir wie Schuppen von den Augen fielen. Ich versuche ja seit Jahren den Menschen plausibel zu machen, wie sie das Geistige leben können und dementsprechend auch anders mit ihren Mitmenschen umgehen könn(t)en, indem sie das Geistige im Anderen als Voraussetzung nehmen. Noch konkreter ist dies eine Fähigkeit, die man nur dann vollziehen und nachvollziehen kann, wenn man in der Lage ist, sich selber zu erkennen, sich selber von außen zu betrachten und nicht in irgendwelchen biographischen Sackgassen oder Hürden stecken bleibt. Man kann sich dann öffnen für sein Gegenüber und ihn unvoreingenommen betrachten und nach dem ebensolchen Höheren im Anderen lauschen.
Dieses Außer-sich-Sein ist aber auch ein Phänomen, das Frauen mehr anhaftet als Männern, da sie nicht so tief in sich inkarniert sind. Insofern ist auch hier zu entdecken, in welcher Weise die Einheit geschaffen werden muss: Man geht aus sich raus im Gespräch: wirklich verlässt seinen Leib und kann eigentlich nur dann das Gespräch weiter führen, wenn man wieder ganz inkarniert und alles wieder ergreift: alle Seelenregungen: Denken, Fühlen und Wollen. Und dieses ständige Schaukeln zwischen Ganzraus und Ganzrein ist die hohe Kunst. Ich nenne diese Fähigkeit im folgenden Satz: Gegenwärtigkeitsphänomen.
Als ich mit der Anthroposophie begann, deckte ich in der Persönlichkeit Rudolf Steiners auf, dass der Nachklang seiner Schriften dieses Gegenwärtigkeitsphänomen tatsächlich erschwert. D.h. die vielen guten Texte und Inhalte, auch zum Teil sein Stil erschweren genau das, wozu mit den Texten aufgefordert und hingeleitet werden möchte.
Ich hatte es sogar aber inhaltlich manifestiert gefunden in einer Sequenz, wo Rudolf Steiner den Menschen beschreibt und ich entdecken musste, dass er nur den Mann, nicht aber auch die Frau - und damit wirklich den ganzen Menschen - beschreibt... Und ich habe dafür die Verantwortung übernommen, dass dieser 'Fehler' zustande kam... weil ich ihn entdeckt habe.
Zurück zu Sebastian oder auch Jens Prochnow. Wenn ich danach frage, wer bist Du und die Liste durchgehe nach den Fragen, ob Du einer bist, der das ist, wovon die Vorträge Rudolf Steiners erzählen: einer, der am Anfang des vorigen Jahrhunderts da war, ein Michaelschüler etc. - dann beobachte ich erst mal, dass die Antwort auf diese Fragen in den Hintergrund rückt. Was sich aber in den Vordergrund schiebt, ist die erholsame Beobachtung des Gegenwärtigkeitsphänomens: Wo ich bei anderen Menschen kämpfen muss, dass sie aus sich heraus kommen können, sich selbstkritisch im Sekundenschlag beobachten können und / oder auch wieder tief und gegliedert genug in sich hinein gehen - da kommt es mir hier einfach entgegen! Das fiel mir an Sebastian auf im Interview.
Und weil ich dieses Phänomen beobachten konnte, war es mit ein Grund, weswegen ich mich so wohl fühlen konnte bei dem Interview und dem Listentreffen und dem, was da im Hintergrund und Untergrund und Übergrund schwelte...
Dieses Gegenwärtigkeitsphänomen ist es, was uns zu Kollegen macht im Anthroposophischen. Da tritt echt die Frage in den Hintergrund: wer bist Du?, sondern nur wesentlich ist, dass dieses Gegenwärtigkeitsphänomen da ist und dann einfach spannend, was alles zusammen kommt bei diesem Gegenwärtigkeitsphänomen an Zukunftsarbeit...
Unser Zusammensitzen im Café nach dem Interview mit allen Beteiligten war für mich etwas Besonderes und das kleine Restzusammensein in der Kneipe [Grenzwert] ein netter Ausklang. Ich habe das Gefühl, die Zeit ist viel zu knapp, die Fragen viel zu wenig, die Kräfte noch nicht alle da - aber schon sehr viele. Und so kann ich nur sagen: Grad heraus weiter so - wir kriegen das schon hin. Das wollte ich berichten.
Claire Nigglis Künstler-Ketzer-Ikone.
Wie ich schon erwähnte: Claire Niggli hat ein paar Aufnahmen von mir gemacht, die schönste überreichte sie mir am Dienstag unmittelbar vor dem Talk mit Sebastian Gronbach. Claire Niggli beschreibt ihre Aufnahmen wie folgend: "Durch die Anthroposophie kam ich zum erweiterten Kunst-, Wissenschafts- und Religionsbegriff, und so sind meine so genannten "Künstler-Ketzer-Ikonen" entstanden. Fotoportraits und Collagen, die ich - wie früher die Ikonen - so arrangiere, dass in der Mitte der Blick durch alle Inkarnationen hindurch steht und darum herum die Leit-Impulse der jeweiligen Biographie mittels selbst geschriebener Worte oder Motive. Ich nenne meine Ausstellungen "Laboratorium der Seele durch den Blick im Fotoportrait". An jedem Portrait arbeite ich so lange, mache so viele Aufnahmen, bis - wie ich gern sage - "der Engel herausschaut". So versuche ich, Zeugnis abzulegen von Menschen, die meinen Weg gekreuzt haben, an denen ich ein "feu sacré" für eine sich selbst gestellte Aufgabe wahrnehme. Im gleichen Sinne wie Johannes weiland auf den Christus mit der Geste wies, diesen habe ich selbst gesehen, lege ich Zeugnis ab durch die "primitive Fotographie", das man ein "ahrimanisches" Medium nennen kann, das aber, wenn das nur von einem Menschen herauszusehende Unendliche hindurchschimmert, erlöst werden kann. All das müsste man natürlich sehen, aber ich bin überzeugt, das ist meine individualisierte Anthroposophie."
Hier nun die aktuelle 'Ikone' - ich habe lediglich das Bild eingescannt, nicht die es umrahmenden 'selbst geschriebener Worte' von Claire, die den künstlerischen Serien-Prozess der 'Ikonen' eigentlich ausmachen. Alle Rechte bei Claire Niggli - Basel - Paris - Heliopolis. Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.
Wie ich schon erwähnte: Claire Niggli hat ein paar Aufnahmen von mir gemacht, die schönste überreichte sie mir am Dienstag unmittelbar vor dem Talk mit Sebastian Gronbach. Claire Niggli beschreibt ihre Aufnahmen wie folgend: "Durch die Anthroposophie kam ich zum erweiterten Kunst-, Wissenschafts- und Religionsbegriff, und so sind meine so genannten "Künstler-Ketzer-Ikonen" entstanden. Fotoportraits und Collagen, die ich - wie früher die Ikonen - so arrangiere, dass in der Mitte der Blick durch alle Inkarnationen hindurch steht und darum herum die Leit-Impulse der jeweiligen Biographie mittels selbst geschriebener Worte oder Motive. Ich nenne meine Ausstellungen "Laboratorium der Seele durch den Blick im Fotoportrait". An jedem Portrait arbeite ich so lange, mache so viele Aufnahmen, bis - wie ich gern sage - "der Engel herausschaut". So versuche ich, Zeugnis abzulegen von Menschen, die meinen Weg gekreuzt haben, an denen ich ein "feu sacré" für eine sich selbst gestellte Aufgabe wahrnehme. Im gleichen Sinne wie Johannes weiland auf den Christus mit der Geste wies, diesen habe ich selbst gesehen, lege ich Zeugnis ab durch die "primitive Fotographie", das man ein "ahrimanisches" Medium nennen kann, das aber, wenn das nur von einem Menschen herauszusehende Unendliche hindurchschimmert, erlöst werden kann. All das müsste man natürlich sehen, aber ich bin überzeugt, das ist meine individualisierte Anthroposophie."
Hier nun die aktuelle 'Ikone' - ich habe lediglich das Bild eingescannt, nicht die es umrahmenden 'selbst geschriebener Worte' von Claire, die den künstlerischen Serien-Prozess der 'Ikonen' eigentlich ausmachen. Alle Rechte bei Claire Niggli - Basel - Paris - Heliopolis. Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.
25 Februar 2004
Felix Haus Erwachen...
Einen ersten Bericht über die 'Expedition nach Basel' der Info3-Redaktion von gestern und heute liefert der Redakteur Felix Hau in seinem Blog: Was tun, wenn früh morgens um sieben jemand an der Hoteltüre klopft - und sich als freundlicher Beamter der Kantonspolizei Basel-Stadt ausgibt? Ich bekam die Geschichte heute mittag von Sebastian Gronbach brühwarm erzählt... Lesen Sie den Beitrag...

Einen ersten Bericht über die 'Expedition nach Basel' der Info3-Redaktion von gestern und heute liefert der Redakteur Felix Hau in seinem Blog: Was tun, wenn früh morgens um sieben jemand an der Hoteltüre klopft - und sich als freundlicher Beamter der Kantonspolizei Basel-Stadt ausgibt? Ich bekam die Geschichte heute mittag von Sebastian Gronbach brühwarm erzählt... Lesen Sie den Beitrag...

18. Oktober 1923: Albert Steffen an Willy Storrer.
Folgenden Brief, datiert Dornach, den 18. Oktober 1923, erhielt Willy Storrer auf dem offiziellen Briefpapier der Wochenschrift 'Das Goetheanum - Internationale Wochenschrift für Anthroposophie und Dreigliederung' von Albert Steffen. Steffen war Schriftleiter dieser Zeitschrift und führte dieses Amt bis zu seinem Tod 1962 aus. Alle Hervorhebungen im Brief von Albert Steffen sind von mir.
Lieber Herr Storrer.
Von verschiedener und wichtiger Seite werde ich gebeten, Ihnen zu sagen, dass Sie doch dem Verlage, den Sie im Begriffe sind, zu gründen, nicht den Namen 'Freies Geistesleben' geben möchten, da diese Bezeichnung von Herrn Dr. Steiner stammt und infolgedessen sein literarisches Eigentum sei, ausserdem die Unternehmung mit der 'Dreigliederung des sozialen Organismus' in Beziehung gebracht würde - welchen Argumenten man sich nicht verschliessen kann. Auch ich glaube, dass sie einen Namen wählen sollten, der ganz privat ist. Warum nicht einfach W. Storrer, Verlag?
Herzliche Grüsse Ihr ergebener Albert Steffen.
Willy Storrer antwortete noch am selben Tag. Er berichtet Steffen, das er Steiner ein bereits gedrucktes Buch des Verlags 'Freies Geistesleben' gezeigt habe, das dieser für gut befunden hätte und verdächtigt die damalige leitende Buchverkäuferin am Goetheanum, Isie Mackenzie, ihn bei Steffen angeschwärzt zu haben: "War sie es doch, die bei einer zufälligen Zusammenkunft mit Herrn Dr. Dollfuss sagte, das dürfe nicht sein, dass Hr. Storrer diesen Namen gebrauche. Das freie Geistesleben gehöre doch Dr. Steiner! Soll es nun in diesem Stile immer weiter gehen, bis schliesslich jede freie Regung ausgerottet wird?" Ja, das soll(te) es....
Wer mehr über den fliegenden Anarcho-Anthroposophen oder anarcho-anthroposophischen Flieger Willy Storrer wissen oder in weiteren Briefen stöbern möchte, sollte sich das spannende Buch von Ralf Lienhard "Der Kreis der Idividualität - Willy Storrer im Briefwechsel" aus dem Haupt-Verlag (Schweizer Texte Neue Folge Band 21, ISBN 3-258-06665-5; CHF 58.00) besorgen - und keine Angst, Storrer korrespondierte nicht nur mit Leuten a la Steffen, sondern auch mit Hermann Hesse, Robert Walser, Oskar Schlemmer und vielen anderen interessanten Persönlichkeiten. Ich habe dieses Buch gestern erst bekommen und habe mich schon die halbe Nacht daran berauscht!

Folgenden Brief, datiert Dornach, den 18. Oktober 1923, erhielt Willy Storrer auf dem offiziellen Briefpapier der Wochenschrift 'Das Goetheanum - Internationale Wochenschrift für Anthroposophie und Dreigliederung' von Albert Steffen. Steffen war Schriftleiter dieser Zeitschrift und führte dieses Amt bis zu seinem Tod 1962 aus. Alle Hervorhebungen im Brief von Albert Steffen sind von mir.
Lieber Herr Storrer.
Von verschiedener und wichtiger Seite werde ich gebeten, Ihnen zu sagen, dass Sie doch dem Verlage, den Sie im Begriffe sind, zu gründen, nicht den Namen 'Freies Geistesleben' geben möchten, da diese Bezeichnung von Herrn Dr. Steiner stammt und infolgedessen sein literarisches Eigentum sei, ausserdem die Unternehmung mit der 'Dreigliederung des sozialen Organismus' in Beziehung gebracht würde - welchen Argumenten man sich nicht verschliessen kann. Auch ich glaube, dass sie einen Namen wählen sollten, der ganz privat ist. Warum nicht einfach W. Storrer, Verlag?
Herzliche Grüsse Ihr ergebener Albert Steffen.
Willy Storrer antwortete noch am selben Tag. Er berichtet Steffen, das er Steiner ein bereits gedrucktes Buch des Verlags 'Freies Geistesleben' gezeigt habe, das dieser für gut befunden hätte und verdächtigt die damalige leitende Buchverkäuferin am Goetheanum, Isie Mackenzie, ihn bei Steffen angeschwärzt zu haben: "War sie es doch, die bei einer zufälligen Zusammenkunft mit Herrn Dr. Dollfuss sagte, das dürfe nicht sein, dass Hr. Storrer diesen Namen gebrauche. Das freie Geistesleben gehöre doch Dr. Steiner! Soll es nun in diesem Stile immer weiter gehen, bis schliesslich jede freie Regung ausgerottet wird?" Ja, das soll(te) es....
Wer mehr über den fliegenden Anarcho-Anthroposophen oder anarcho-anthroposophischen Flieger Willy Storrer wissen oder in weiteren Briefen stöbern möchte, sollte sich das spannende Buch von Ralf Lienhard "Der Kreis der Idividualität - Willy Storrer im Briefwechsel" aus dem Haupt-Verlag (Schweizer Texte Neue Folge Band 21, ISBN 3-258-06665-5; CHF 58.00) besorgen - und keine Angst, Storrer korrespondierte nicht nur mit Leuten a la Steffen, sondern auch mit Hermann Hesse, Robert Walser, Oskar Schlemmer und vielen anderen interessanten Persönlichkeiten. Ich habe dieses Buch gestern erst bekommen und habe mich schon die halbe Nacht daran berauscht!

Das war Sebastian Gronbach!
Wir haben's geschafft - Sebastian Gronbach war gestern mein letzter und jüngster Gast in der Talkserie 'Prochnow und Gast' der Ausstellung "Rudolf Steiner im Kaffeehaus". Doch der Reihe nach!
Am Montag nachmittag holte ich Sebastian vom Basler Bahnhof ab, dann ging's ab zur Mitte um ihm die hiesigen Räumlichkeiten schon einmal zu zeigen. Nach einem kurzen Spaziergang über die Mittlere Brücke gingen wir etwas in den Manor shoppen und dann auf eine Cola light ins Grenzwert ("Cool, jazzy, spotlit little bar, attracting black-clad Kleinbaslers by the score"). Abends lauschte Sebastian in der Mitte dem Vortrag von Alexander Höhne, ich hingegen unterhielt mich mit zwei Studenten des Priesterseminars Hamburg. Danach konnten Sebastian und ich unsere unterschiedlichen Eindrücke erst einmal ausgiebigst austauschen...
Am Dienstag traf ich Sebastian am Mittag in Dornach - wir dinierten im Speisehaus am Goetheanum, danach gingen wir zu einer Stipvisite zu den netten Kollegen von der Redaktion der Wochenschrift, danach zum 'Menschheitsrepräsentanten' (das ist eine neun Meter hohe Holzstatue, an der Steiner mitgeschnitzt hat) und in den Grossen Saal des Goetheanums. Dann traf gegen 15 Uhr die Redaktion der Info3 zur Redaktionskonferenz in der Steiner-Bibliothek des Rudolf Steiner Archivs ein - nach einer Führung durch die Räumlichkeiten des Archivs konnte umgehend mit der Konferenz begonnen werden. Abends dann assen wir bei Cindy's noch einen Burger und dann blieb nur noch wenige Zeit bis zum Talk, über den später später berichtet werden wird.
Nach dem Event sassen wir noch lange mit den Leuten von der Info3 und der Mitte in der Halle, die besonders Feierwütigen zogen danach noch mit Sebastian und mir ins Grenzwert, aus dem wir aber kurz nach ein Uhr hinausgeworfen wurden - Sperrstunde in Basel.
Heute nun schlief ich erst mal aus, kaufte mir einen Kühlschrank für meine neue Wohnung und brachte Sebastian zum Zug - in ungefähr ein bis zwei Stunden sollte er wieder wohlbehalten bei seinen Liebsten sein.
Es war sehr schön, wieder einmal Leute von der Info3 um mich zu haben - der besten anthroposophischen Zeitschrift, die es gibt - und es war natürlich toll, Sebastian einmal wieder live und in Aktion zu erleben - für mich war der Talk mit Sebastian der krönende (vorläufige) Abschluss meiner Interview-Serie in der Mitte!

Wir haben's geschafft - Sebastian Gronbach war gestern mein letzter und jüngster Gast in der Talkserie 'Prochnow und Gast' der Ausstellung "Rudolf Steiner im Kaffeehaus". Doch der Reihe nach!
Am Montag nachmittag holte ich Sebastian vom Basler Bahnhof ab, dann ging's ab zur Mitte um ihm die hiesigen Räumlichkeiten schon einmal zu zeigen. Nach einem kurzen Spaziergang über die Mittlere Brücke gingen wir etwas in den Manor shoppen und dann auf eine Cola light ins Grenzwert ("Cool, jazzy, spotlit little bar, attracting black-clad Kleinbaslers by the score"). Abends lauschte Sebastian in der Mitte dem Vortrag von Alexander Höhne, ich hingegen unterhielt mich mit zwei Studenten des Priesterseminars Hamburg. Danach konnten Sebastian und ich unsere unterschiedlichen Eindrücke erst einmal ausgiebigst austauschen...
Am Dienstag traf ich Sebastian am Mittag in Dornach - wir dinierten im Speisehaus am Goetheanum, danach gingen wir zu einer Stipvisite zu den netten Kollegen von der Redaktion der Wochenschrift, danach zum 'Menschheitsrepräsentanten' (das ist eine neun Meter hohe Holzstatue, an der Steiner mitgeschnitzt hat) und in den Grossen Saal des Goetheanums. Dann traf gegen 15 Uhr die Redaktion der Info3 zur Redaktionskonferenz in der Steiner-Bibliothek des Rudolf Steiner Archivs ein - nach einer Führung durch die Räumlichkeiten des Archivs konnte umgehend mit der Konferenz begonnen werden. Abends dann assen wir bei Cindy's noch einen Burger und dann blieb nur noch wenige Zeit bis zum Talk, über den später später berichtet werden wird.
Nach dem Event sassen wir noch lange mit den Leuten von der Info3 und der Mitte in der Halle, die besonders Feierwütigen zogen danach noch mit Sebastian und mir ins Grenzwert, aus dem wir aber kurz nach ein Uhr hinausgeworfen wurden - Sperrstunde in Basel.
Heute nun schlief ich erst mal aus, kaufte mir einen Kühlschrank für meine neue Wohnung und brachte Sebastian zum Zug - in ungefähr ein bis zwei Stunden sollte er wieder wohlbehalten bei seinen Liebsten sein.
Es war sehr schön, wieder einmal Leute von der Info3 um mich zu haben - der besten anthroposophischen Zeitschrift, die es gibt - und es war natürlich toll, Sebastian einmal wieder live und in Aktion zu erleben - für mich war der Talk mit Sebastian der krönende (vorläufige) Abschluss meiner Interview-Serie in der Mitte!

23 Februar 2004
Gronbach und Prochnow heute auf Seite Eins des Kulturteils der BaZ!
In wenigen Stunden hole ich Sebastian Gronbach vom Bahnhof SBB in Basel ab um ihn schon mal die Mitte und das Umfeld, in dem er und ein Teil seiner Redaktionskollegen sich morgen bewegen werden, zu zeigen. Doch nicht nur ich freue mich schon unheimlich auf Sebastian, ganz Basel freut sich - unser morgiger Talk wurde heute auf der ersten Seite des Kulturteils der Basler Zeitung gefeatured! Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.
Update 14:35 Uhr: Im Internet formieren sich gerade Mitfahrgelegenheiten für den morgigen Event, falls Sie Interesse haben, schauen Sie auf der RSL vorbei und melden Sie, von wo aus Sie fahren oder mitgenommen werden möchten.
In wenigen Stunden hole ich Sebastian Gronbach vom Bahnhof SBB in Basel ab um ihn schon mal die Mitte und das Umfeld, in dem er und ein Teil seiner Redaktionskollegen sich morgen bewegen werden, zu zeigen. Doch nicht nur ich freue mich schon unheimlich auf Sebastian, ganz Basel freut sich - unser morgiger Talk wurde heute auf der ersten Seite des Kulturteils der Basler Zeitung gefeatured! Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.
Update 14:35 Uhr: Im Internet formieren sich gerade Mitfahrgelegenheiten für den morgigen Event, falls Sie Interesse haben, schauen Sie auf der RSL vorbei und melden Sie, von wo aus Sie fahren oder mitgenommen werden möchten.
Feuer in Bonner Waldorfschule: Es war Brandstiftung.
Wie die Kölnische Rundschau berichtet, war Brandstiftung die Ursache für den Millionen-Brand in der Bonner Waldorfschule am vergangenen Donnerstag. 'Das Großfeuer, das am Donnerstagabend die Aula der Bonner Freien Waldorfschule vernichtete, ist wahrscheinlich auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen. Die Ermittler der Kriminalpolizei bestätigten am Freitagnachmittag, dass der Brand offenbar von der Südseite der Aula ausgegangen ist, und zwar von dem dort angebauten, frei zugänglichen Gewächshaus. Das erklärt, warum Anwohner die Feuerwehr zunächst wegen eines "Gartenlaubenbrandes" alarmiert hatten. Die Polizei sucht nun Zeugen, die möglicherweise gegen 15 Uhr verdächtige Beobachtungen an Schulbau oder Gewächshaus machen konnten. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.' Zum Artikel...

Wie die Kölnische Rundschau berichtet, war Brandstiftung die Ursache für den Millionen-Brand in der Bonner Waldorfschule am vergangenen Donnerstag. 'Das Großfeuer, das am Donnerstagabend die Aula der Bonner Freien Waldorfschule vernichtete, ist wahrscheinlich auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen. Die Ermittler der Kriminalpolizei bestätigten am Freitagnachmittag, dass der Brand offenbar von der Südseite der Aula ausgegangen ist, und zwar von dem dort angebauten, frei zugänglichen Gewächshaus. Das erklärt, warum Anwohner die Feuerwehr zunächst wegen eines "Gartenlaubenbrandes" alarmiert hatten. Die Polizei sucht nun Zeugen, die möglicherweise gegen 15 Uhr verdächtige Beobachtungen an Schulbau oder Gewächshaus machen konnten. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.' Zum Artikel...

Radio Anthroposophie im Rückwärtsgang:
Elisabeth Noelle-Neumann: Statistik, Engel und Rei...Mensch des Jahres: Du!
Helmuth von Moltke und der Ausbruch des Ersten Wel...
Sebastian Gronbach kommentiert die Affäre "Gelebte...
Neulich in der ägyptisch-chaldäisch-babylonischen ...
Goetheanum bietet Brief an die Mitglieder der "Gel...
Dornacher Vorstand wird "Gelebte Weihnachtstagung"...
"Doch brauchen wir heute keinen Steiner, um den al...
Waldorfschule Bielefeld: Hier ist die Welt noch in...
Michael Olbrich-Majer: Erleuchtung durch die Gurke...
[EDN - ICM - PSSR] 2006

Rudolf Steiner Armee Fraktion (im Aufbau)