05 März 2004

Micky Maus hat ein höheres Wesen im Kopf!
Während der Fasnacht (die in Basel eine Woche später stattfindet als im Rest der Welt) gab es praktisch keine Möglichkeit, mein Quartier in Kleinbasel zu verlassen, um nach Dornach zu kommen - die einzige Fluchtmöglichkeit gab es im Norden über die deutsche Grenze nach Weil. So schwang ich mich am Mittwoch auf mein Velo (Fahrrad) und fuhr die 10 Minuten bis zur Grenze ins deutsche Rheincenter - ein riesiges Einkaufszentrum, das alles hat, was das Herz begehrt - und zwar zu deutschen, d.h. spotthaft billigen Preisen. Ich kaufte mir ein wenig Viss, um meine Badewanne zu reinigen ("Denn zu Hause soll man leben, und nicht nur putzen!"), etwas Badeschaum, Leckereien für den Kühlschrank und das aktuelle Lustige Taschenbuch Nr. 322.

Lustigs Taschenbuch 322

Wieder zu Hause, putzte ich ersteinmal das Bad um wieder leben zu können; liess die Badewanne vollaufen während die Guggen (Fasnachts-Cliquen) lärmend-musizierend vor meinem Haus auf- und abzogen und setzte mich mit meinem Lustigen Taschenbuch ins Schaumbad (seitdem ich entdeckte, das mein Art-Deco-Aschenbecher genau in den Seifenhalter passt, empfinde ich das Bad als recht attraktiven Aufenthaltsort). Etwas erstaunt schritt ich dann zur Lektüre...

Alien im Kopf

Nur zur Information: Gitta Gans und Daisy Duck tauschen inzwischen E-Mails aus, Minni Maus arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma ("Ich soll mich gleich bei meinem neuen Arbeitgeber vorstellen!") und Daniel Düsentrieb baut Palm Pilots für Donald Ducks Gebrauchsanweisungssammlung. Nun, so kanns gehen 2004 in der Badewanne, dachte ich mir. Doch als ich die Story auf Seite 34 fand - Der Mann mit den zwei Gehirnen - rutschte ich fast vom Nackenpolster: Micky Maus dringt ein höheres Wesen in den Kopf!

Rein geistige Form...

"Die Kortexianer sind so vergeistigt, dass sie keine Körper mehr haben! Sie existieren nur als unsichtbare, rein geistige Form und durchstreifen kraft ihrer Gedanken das Universum, um intelligentes Leben aufzuspüren!" sagt Micky Maus in diesem Comic. Er muss es wissen, denn ein Kortexianer befindet sich bereits in seinem Kopf und flüstert ihm so manches ein... Das war dann für mich der richtige Zeitpunkt, wieder aus dem Bad zu springen und es mir in der Küche mit meinen Leckereien etwas gemütlich zu machen. Bester Gruss an die 'unsichtbare, rein geistige Form' in Dornach! Und an den Hirnstaubsauger ('Hirn-Vapor') aus dem Comic...

Höhere Wesen befehlen: Rechte obere Ecke schwarz malen!
Gestern berichtete ich über Hilma af Klint - "die nach einer traditionellen Malerei-Laufbahn in spiritistische Kreise geriet und sich fortan als Medium sah: Sie hielt den Pinsel nur, geführt wurde er von höheren Wesen, jedenfalls glaubte sie das...". Hilma af Klints von höheren Wesen geführter Pinsel bewirkte bei mir mächtige Nachbilder, den halben Tag konnte ich an nichts anderes denken und möchte nun heute Sigmar Polke mit in den Reigen nehmen: Sein Bild 'Höhere Wesen befehlen: Rechte obere Ecke schwarz malen!' von 1969 kaufte ich mir vor etlichen Jahren mal als Postkarte und stellte sie mir in meinen Steiner-Schrein. Erfreuen Sie sich daran!

Sigmar Polke: Höhere Wesen befehlen.

Es ist... Sebastian Gronbach!
Es tut mir leid, wenn ich meine Leser mit offensichtlich zu simplen Fragen quäle... Klare Sache, auf dem Bild von Gestern ist Sebastian Gronbach zu sehen, wie er am Dienstag, den 24. Februar kurz vor dem Talk 'Prochnow und Gast' das Unternehmen Mitte inspiziert... Zur Belohnung hier ein nettes Foto vom Talk mit Gronbach - ja, der Schlawiner hat sich extra nochmal umgezogen... Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.

Das ist Sebastian Gronbach!

04 März 2004

Grosses Quiz: Wer ist das?
Ein paar Bilder von den Veranstaltungen im Unternehmen Mitte im Rahmen der Ausstellung 'Rudolf Steiner im Kaffeehaus' sind neu aufgetaucht - keine Angst, manches davon werden Sie hier noch zu sehen bekommen.
Hier haben wir aber einen jungen Herrn, bei dem ich mich frage, wer das wohl sein könnte - es soll sich aber wohl um einen anthroposophischen Promi handeln... Falls Sie die Antwort wissen oder einfach nur mitraten wollen: Auf 'Hier einen Beitrag einfügen' unterhalb des Fotos klicken und los geht's...

Wer ist das?

Es blüht so schön, wenn Schweizer Blüten blühen!
Manch einer innerhalb der "Europäischen Union" hat davon vermutlich bereits gehört: In der Schweiz sind Eure Euronen nichts wert, hier gilt nur der harte Franken! Da hilft kein Bitten und kein Betteln: Euer bekopptes Brücken-Geld, das wollen wir nicht haben. Das man sich mit dem Franken dennoch in trügerischer Sicherheit wähnen kann, musste ich heute bei der Gemeindeverwaltung Dornach erleben, wo ich eine Bescheinigung bezahlen wollte - mit einer Blüte. Natürlich ohne das zu ahnen! Falls Sie sich schon immer vor dem Fernseher bei entsprechenden Berichten gefragt haben, wie man sich wohl fühlt wenn man mit Falschgeld "erwischt" wird: beschissen. Es ist unglaublich peinlich, da der andere ja denken muss, man würde ihm diesen Geldschein mit Absicht unterjubeln um ihn loszuwerden. Ausserdem kam die Kassiererin auch gar nicht sofort darauf, sondern fragte erst, ob ich den Schein in der Waschmaschine gehabt hätte - bis sie bemerkte, das er gar kein Hologramm trägt.
Nun, ich werde das Ding wohl zur Polizei bringen müssen, Behördengänge sind in der Schweiz eh Kult. Andrehen lassen habe ich mir den farbkopierten 20 Franken Schein wohl während der Fasnacht in einer Disko - wenn man mit dem üblichen 100-er zahlt, bekommt man meist vier 20-er und Münzen zurück, es ist ja nun nicht so, das man in einer solchen Situation in einem dunklen Club jeden Geldschein einzeln überprüft. Auf der Abbildung sehen Sie die Rückseite eines normalen Geldscheins von einer Internetseite für Notensammler. Zur Vorderseite...

20 Franken Rückseite.

'Zum Licht gehört die Finsternis, auch wenn das verschwiegen wird.'
Die Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch hat in ihrer heutigen Ausgabe einen Artikel von Silvia Ben el Warda-Wullschläger über den Künstler Frederic Stöckli, der sich mit der Gestaltung der Glasfenster in der Novalis-Taufkirche in Oberwiederstedt am Rand des Harzes (Deutschland) beschäftigt. Diese Fenster werden mit einer Gravurtechnik, ähnlich wie beim Goetheanum, gestaltet. Aus dem Artikel: 'Mit der Finsternis erhielten die Farben für Frederic Stöckli eine völlig neue Bedeutung. Und er begann auch hier, zu forschen. Goethes Farbenlehre, die durch Rudolf Steiner und Liane Collot d’Herbois ergänzt wurde, bildete die Grundlage für sein Tun. «Licht, Finsternis und Farbe erhalten beim Zustandekommen eines Kunstwerkes dieselbe Wichtigkeit und sind nur in ihrem Zusammenspiel zu verstehen.» Frederic Stöckli jedoch blieb nicht bei der Theorie stehen. Er wollte sie vielmehr erfahrbar und sichtbar machen. Diese Erkenntnisse veränderten seine künstlerische Arbeit völlig. «Bei mir steht seither nicht mehr das Motiv im Vordergrund, das ergibt sich während des Malens von selber. Meine Frage lautet vielmehr: Was willst Du, Farbe?» Die gemalten Bilder wirken auf den Betrachtenden transparent, leicht und luftig.'


Ausstellung Baden-Baden: 'Seele - Konstruktionen des Innerlichen in der Kunst'.
In der Kunsthalle Baden-Baden ist bis zum 18. April die Ausstellung 'Seele - Konstruktionen des Innerlichen in der Kunst' zu sehen. Mit dabei sind auch Hilma af Klint und Rudolf Steiner. Wibke Bantelmann schrieb dazu in der Saarbrücker Zeitung vom 2. März: 'Am faszinierendsten ist die Schau, wo sie sich in Randbereichen bewegt: Ausführlich wird eine wenig bekannte Seelen-Abbildnerin dargestellt, die Schwedin Hilma af Klint (1862-1944), die nach einer traditionellen Malerei-Laufbahn in spiritistische Kreise geriet und sich fortan als Medium sah: Sie hielt den Pinsel nur, geführt wurde er von höheren Wesen, jedenfalls glaubte sie das - eine frühe, recht kuriose Form der automatischen Zeichnung, wie die Surrealisten sie später entwickelten. Da schweben rätselhafte Märchengestalten über aufgewühltem Meer oder zusammenhangslose Wörter um eine befruchtete Eizelle. Von hier wird elegant eine Linie zum Anthroposophen Rudolf Steiner gezogen: Hilma af Klint hatte ihn gebeten, ihre Geisterbilder zu deuten (allerdings vergebens). Von Steiner selbst stammen zwei große Lehr-Skizzen, auf denen er versucht, seine Idee vom Menschen als transzendentem Wesen darzustellen'. Zum Artikel...


02 März 2004

Steiner im Kaffeehaus: Das war er!
Und Tschüss! Am Sonntag haben wir in Windeseile alle Steiner-Wandtafeln wieder aus dem Unternehmen Mitte geholt, unsere Hörbücher, GA-Bände und Postkarten wieder eingepackt und alles sicher nach Dornach gebracht. Sieben Wochen lang währte das Spektakel mit einem umfangreichen Rahmenprgramm, nun ist erst einmal Schluss und es gibt andere Aufgaben, auf die man sich zu konzentrieren hat. Felix Hau veröffentlichte am Samstag noch einen Lobgesang auf das Unternehmen Mitte in seinem Blog und gab am Sonntag einen Rückblick über die Ausstellung in den Info3-News.

Koppehel und Prochnow sagen: Auf Wiedersehen!


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[EDN - ICM - PSSR] 2006