12 März 2004

United Anthroblogger!
Info3 hat eine Nachricht zu den anthroposophischen Blogs herausgegeben: 'Das Jenseits ist nicht mehr im Jenseits, sondern im Diesseits...'. Lesenswert!


11 März 2004

Ein fescher neuer Ausländerausweis in lila!
Heute erntete ich das Ergebnis wochenlangen Dokumtesammelns: Ich bekam einen neuen Ausländerausweis. Mein alter Ausweis war schmutzig-grau, doch nun verpasste mir die Eidgenossenschaft, oder genauer: Die Fremdenpolizei von Basel Stadt, ein Exemplar in feinstem Anthroposophen-Lila. Beim Klick auf das Bild erhalten Sie jeweils eine etwas grössere Ansicht.

Ausländerausweis Bewilligung L

Fesch, nicht? Wie ich schon einmal schrieb: Behördengänge sind in der Schweiz schon Kult. Das sollte jeder mal machen. Ich kam also zu den 'Einwohnerdiensten' in die Spiegelgasse, zog artig mein Nümmerchen und nahm in einer Wartehalle im 60-er-Jahre-Design platz. Dann muss man in so eine Art Beichtstuhl und man hat ein nettes oder nicht so nettes Bürofäulein vor sich. Ergebenst übergab ich ein Formular, das ich mir schon aus dem Netz gesaugt und ausgefüllt hatte. Das stimmte meine Sachbearbeiterin schon einmal etwas milde. Sie breitete dann alle Unterlagen vor sich aus, meine Fotos kamen rechts oben auf die Tastatur, wo sonst die Num-Lock, Caps-Lock und Sroll-Lock Lämpchen nerven.
Sie begann zu meditieren. Dann rief sie einen Kollegen, noch einen, andere kamen hinzu. Grosse Probleme! Unüberwindbare Probleme! Wie lautet der Solothurner Code für meinen Beruf? Keiner weiss es, und sie kommt nicht in meine Solothurner Online-Akte. Irgendwann sagte Sie zu mir, Sie würde mir das Zeugs mit der Post schicken, aber ich blieb einfach in meinem Beichtstuhl stehen. So nach ca. einer Stunde ging es dann doch. Das ist im übrigen typisch schweizerisch. Irgendwie geht immer alles doch, selbst wenn man schon selber nicht mehr dran glaubt.
Immerhin: Ich bekam nicht nur den Ausweis, sondern auch ein grosses Couvert mit Stadtplan, Infomaterial und 40-60 Gutscheinen für Museen, Konzertsäle und Theater "um mich richtig einzuleben". Das ist nett. Wenn man sich in Dornach anmeldet, ist das doppelt so teuer und zur Belohnung bekommt man den jährlichen Kehrichtplan (Müllkalender).

Meine Bewilligung!

Die Info3-Redaktion in Dornach.
Jens Heisterkap hat in seinem aktuellen Redaktionstagebuch bereits vom Trip nach Dornach der Info3-Redaktion am 24. Februar berichtet, ich sende jetzt noch zwei Fotos von diesem denkwürdigen Ereignis hinterher.
Auf dem ersten Foto erkennt man Herrn Kugler, Sebastian Gronbach und mich im angeregten Gespräch in der Bücherstube von Haus Duldeck, wo man Steiner-Bücher, -Postkarten, -Hörbücher und sonstige Gegenstände des täglichen Bedarfs für Anthroposophen und Steiner-Fans käuflich erwerben kann: Beim Klick auf das Bild erhalten Sie jeweils eine etwas grössere Ansicht.

Info3 im Haus Duldeck

Auf dem zweiten Bild sieht man wieder Sebastian Gronbach, daneben Dr. Jens Heisterkamp und Liss Gehlen. Der Rest ist wohl gerade beim Kekseknabbern oder aus anderen Gründen aus dem Bild gelaufen... Nach diesem Vorlauf gingen wir zur Redaktionskonferenz in die Archivräume, die Ihnen Enno Schmidt in einem Artikel sehr lebhaft beschreibt - wenn Sie ihn denn lesen möchten...

Info3 im Haus Duldeck

Sensationeller Originalbrief von Heinrich Lübke aufgetaucht!
Hella Streicher hat über ihr H.Blog (Höhere Welten Blog) einen Originalbrief von Heinrich Lübke publiziert und schreibt dazu: '»Uschel!« sagte ich zu einer meiner Freundin. »Laß uns doch ma kucken, wie doof der wirklich iss.« Und also schrieben wir dem gerade in Ruhestand gegangenen Heini in blumigen Worten das Gegenteil dessen, was andere über ihn schrieben, und siehe da! er glaubte es und sandte uns den nebenstehenden Brief, mitsamt je zwei Autogrammkarten...' Und das war 1969! Auf zum Originaldokument!

Heinrich Lübke Briefmarke

10 März 2004

Neue Fotos vom Talk mit Johannes Stüttgen.
Am 10. Februar fand bekanntermassen der Talk mit Johannes Stüttgen in der Halle des Unternehmen Mitte statt (Info hier...), nun habe ich noch zwei Nahaufnahmen von Stüttgen, die den Verlauf des Abends recht gut dokumentieren, gefunden. Auf dem ersten Bild sieht man also Stüttgen im Gespräch: Beim Klick auf das Bild erhalten Sie jeweils eine etwas grössere Ansicht.

Johannes Stüttgen - Talk

Beim zweiten Bild sieht man Stüttgen in Aktion mit der sich in Entwicklung befindlichen Wandtafelzeichnung:

Johannes Stüttgen - Tafel

Partisanen der Utopie!
Heiner Müller: "Es geht heute um die Wiedergeburt des Revolutionärs aus dem Geist des Partisanen.". Im Schloss Neuhardenberg findet in Kürze eine interessante Ausstellung mit dem Titel "Partisanen der Utopie: Heiner Müller – Joseph Beuys" zum 75. Geburtstag von Heiner Müller statt - kuratiert von Carsten und Gerhard Ahrens. Von Sonntag 28.03.2004 - Sonntag 04.07.2004. Ausstellungshalle Kavaliershaus Ost in 15320 Neuhardenberg. Info über: Stiftung Schloss Neuhardenberg, info@schlossneuhardenberg.de


Die deutsche Grenzabschottung eskaliert weiterhin.
Die Bundesrepublik Deutschland hat ihre verschärften Grenz- und Personenkontrollen an der Grenze zur Schweiz noch weiter ausgebaut: Nun wird auch die Ausreise in die Schweiz penibelst kontrolliert. Selbst die deutsche Industrie- und Handelskammer Hochrhein Bodensee spricht von einer skandalösen Situation. Im Schweizer Grenzgebiet sind weiterhin kilometerlange Rückstaus, der Schweizer Bundesrat (das EDA) hat bereits in Berlin interveniert. Welche Ziele die deutsche Regierung mit dieser Massnahme verfolgt ist weiterhin unklar, tausende von Grenzgängern (Berufspendlern) kommen seit Tagen verspätet zur Arbeit.
Mein gestriger Blog-Entry zum deutschen Grenzterror wurde in dem SPD-Forum 'Klartext' ausgiebigst diskutiert: 'Du stellst Dich auf die Zollfreie [eine im Bau befindliche Strasse, die Lörrach und Weil (beides Deutschland) auf Schweizer Gebiet verbinden soll] und hälst die Panzer an!'... Diskutieren Sie mit!


09 März 2004

GOETHEANUM-PARKHAUS: Alles wieder offen?
Seit Jahren ist das geplante Parkhaus auf dem Goetheanum-Gelände ein Streitapfel, der auf der ganzen (anthroposophischen) Welt diskutiert wird - braucht das Goetheanum, wie ursprünglich beschlossen und mit der Gemeinde abgemacht, wirklich ein 190-Plätze-Parkhaus auf dem Gelände? In dem Info-Blatt 02 (Seite 6) der Freien Wähler Dornach, für das auch zufälligerweise illustre Namen aus der Dornacher Hügel-Szene schreiben, erschien nun der Bericht "Es wird gezählt": Bis Oktober 2004 soll von unabhängiger Stelle das tatsächliche Verkehrsaufkommen und die reale Parkplatzsituation auf dem Goetheanum-Gelände gezählt werden, um evtl. neue Verhandlungen zur Parkhaus-Frage in die Wege leiten zu können.


Falschinformationen sollen Patienten lahmlegen.
'Homöopathische Arzneimittel gestrichen' hiess es am 4. März auf Seite 1 der deutschen Zeitung 'Rheinische Post'. Mit solchen Disinformationen versucht die Pharma-Lobby Bürger einzuschüchtern! Lesen Sie das spannende Interview 'Erwachen an den Problemen der anderen' mit dem Mitstreiter von Gerhard Kienle, des Begründers der Universität Witten-Herdecke, Rainer Burckhardt in der aktuellen Info3 ('...während ich es ehrlich gesagt zunächst für Wahnsinn hielt, gegen ein weltweit herrschendes wissenschaftliches Paradigma mit drei Hanseln anzugehen...') oder schauen Sie sich Sie die Verfassungsbeschwerde der deutsche Initiative gesundheit.aktiv an.
Das die Würfel im Kampf um erweiterte Therapieformen noch längst nicht gefallen sind, können Sie in einem Bericht der deutschen Aerztezeitung vom 5. März nachlesen: 'Eine Sprecherin des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten und Krankenkassen dementierte gestern Zeitungsberichte, nach denen der Unterausschuß Arzneimittel entschieden haben soll, daß diese Mittel nicht mehr von den Kassen bezahlt werden sollen...' Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.


Grenzterror auf der Reise nach Deutschland...
Die Bundesrepublik Deutschland hat bereits seit Freitag strenge Grenz- und Personenkontrollen eingeführt, was in der Grenzregion Basel momentan zu kilometerlangen Staus führt. Ein 'kleiner Trip' nach Deutschland (die Grenze ist von mir zu Hause in 10 Velominuten erreicht...) ist nun praktisch unmöglich. Die Schweizer Behörden wurden zuvor nicht informiert, der momentane Stand der Dinge wird im regionalen Radio durchgegeben. Wie lange dieser Terror dauern wird, ist ebenfalls offen. Insbesondere für die Regionen Kleinbasel und Riehen (CH) sowie Weil und Lörrach (D) ist das eine absolut unzumutbare Situation. Strengere Kontrollen kommen bislang schon mal vor, insbesondere bei Fahndungen, aber nicht in diesem Ausmass. Was man bei solchen Ereignissen von der "Europäischen Union" zu halten beginnt, verschweige ich lieber...


08 März 2004

DAS TRIO INFERNALE - Jaensch, Niggli, Prochnow - live und direkt.
Eine schöne Erinnerung vom Talk mit Wilfrid Jaensch am 20. Januar (Fotos hier) habe ich noch bekommen - ein Foto mit Wilfrid Jaensch, Claire Niggli und mir auf dem inzwischen berühmten Interview-Sofa im Unternehmen Mitte Basel. Wir haben uns zum Foto-Shooting nach dem Talk den anwesenden Erinnerungsjägern hingegeben, von diesem 'Motiv' existieren also eine Vielzahl von Aufnahmen. Nett ist, das wir alle drei strahlen wie Kinder vor dem Weihnachtsbaum... Weitere Familienfotos in Kürze. Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Ansicht zu erhalten.

Wilfrid Jaensch, Claire Niggli und ich...

NZZ zum Biografien-Buch.
Nachdem Friedrich Wilhelm Graf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11. Februar schon das Biografien-Buch 'Anthroposophie im 20. Jahrhundert' von Bodo von Plato unter dem Titel 'Waldorf, allerintensivst' detailliert und sehr amüsant besprochen hat ('Im Wissen "wiederholter Erdenleben" feiern wir in Eurythmiekursen geistesorgiastischen "Ideenfrühling", nehmen an "Dreigliederungsaktivitäten" oder "Menschenweihehandlungen" teil...'), zog die Neue Zürcher Zeitung am 5. März mit der Besprechung 'Anthroposophie in Biografien' von Helmut Zander nach: 'All diese Viten zeugen von der Faszination, die Rudolf Steiner und sein Werk ausüben: Sie handeln von Konvertiten, die Steiners Idealen ihr Leben verschrieben haben.' Helmut Zander stellt sich dabei eine Frage, die mir seinerzeit beim ersten Durchblättern des Werkes auch aufgekommen ist: 'Aber die vielleicht wichtigste Botschaft des Buches steckt in einer Leerstelle: Es gibt keinen Eintrag zu Rudolf Steiner. Das Buch könnte insofern auch als ein Versuch verstanden werden, die Ausrichtung auf einen Übervater zu relativieren.' Ein wahrscheinlicher Grund für das Fehlen der Biografie Steiners ist wohl, das der (durchschnittliche) Leser dieses Buchs diese sowieso schon auswendig herunterleiern kann...


Info3 März ist online!
Und schon wieder gibt's ein neues Heft der allseits beliebten "anthroposophiekritischen Anthroposophen-Zeitschrift" (so die Weltwoche) Info3. Lassen Sie sich in das Rätsel Reinkarnation entführen, werden Sie ein Werdender oder erwachen Sie an den Problemen der anderen - in der aktuellen Info3 ist ganz bestimmt etwas für Sie dabei...



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[EDN - ICM - PSSR] 2006